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München (dapd-bay). So langsam kommt Bewegung in den mittlerweile festgefahrenen Konflikt zwischen den Krankenkassen und den niedergelassenen Hausärzten. Bei einer Anhörung in München einigten sich am heutigen Freitag den 14.01.2011 die Hausärzte und Krankenkassen auf die Aufnahme von Verhandlungen. In der vom Gesundheitsminister Markus Söder (CDU) einberufenen Verhandlung wiederpsrach keiner der Anwesenden des entsprechenden Verhandlungspunkt. Die anwesenden Parteien hatten sich auf "angemessene Verhandlungen" hinter verschlossenen Türen beschlossen. Zudem verlangt M. Söder auf jedliche Konfrontationen, wie Pläne zum Ausstieg, oder Arbeitskampf Maßnahmen zu verzichten.
Markus Söder betonte, "Wichtig sei ein vernünftiger, seriöser Stil der Verhandlungen, der echte Wunsch, zu Ergebnissen zu kommen und dass niemand versuche, die Situation auszunutzen". Zuvor hatten bereits der bayerische Hausarztverband bekräftigt, auf Ausstiegspläne zu verzichten und im Gegenzug signalisierten die Krankenkassen Verhandlungsbereitschaft, sowie auf eine hausarztzentrierte Versorgung und den Abschluß von Verträgen.
Die als "Hausärzte-Hearing" bekannte einberufene Versammlung wurde live im Internet übertragen und laut Söder von ca. 15.000 Zuschauern vefolgt. Das Mindestziel, Hausärzte und Krankenkassen wieder an einen Tisch zu bringen, wurde erreicht. Söder rechnet bis Ende Januar mit dem Beginn der neuen Verhandlungen. Jedoch blieb der große Durchbruch aus und die Kassen gingen nicht auf die Forderung von kommissarischen Vorsitzenden des Bayerischen Hausärzteverbands Wolfgang Krombholz ein, die kurz vor Weihnachten ausgesprochene Kündigung der Hausarztverträge zurückzunehmen. Diese war eine Reaktion der Kassen auf die Hausärzte, die versuchten aus dem Kassensystem auszusteigen.
Eine solche Aktion könne man nicht so ohne weiteres Rückgängig machen, sagte Söder, der sich nach der Beendigung der Veranstalung positiv über deren Ausgang äußerte. "Es sei ein wichtiger Schritt", sagte Söder. Auch die Vertreter der Hausärzte und Krankenkassen zeigten sich verhalten positiv, allerdings zeigten sich auch nach der Veranstaltung immernoch Meinungsverschiedenheiten auf.
Während die Krankenkassen auf die Gerichtsentscheidung zur Kündigung der Hausarztverträge warten wollen, würden die Vertreter der Hausärzte am liebsten sofort mit den Verhandlungen beginnen. Die gerichtliche Entscheidung könnte bei den bevorstehenden Verhandlungen eine wichtige Rolle spielen, denn erst kürzlich hat sich die Rechtsgrundlage für Hausarztverträge geändert. Die Kassen gehen im Fall einer Rechtmäßigung der Kündigung neue Hausarztverträge nach den aktuellen gesetzlichen Richtlinien geschlossen werden müßten. Im Gegensatz dazu sind Söder sowie die Hausarztvertreter der Meinung, daß es sich lediglich um Anschlußverträge handelt, welche nach den alten gesetzlichen Regelungen abgeschlossen werden sollten.
Hausarztverträge gelten für Patienten, die sich bei den Krankenkassen dafür anmelden und versprechen den Hausärzten mehr Geld für Ihre Leistungen, sowie einen geringeren Abrechnungsaufwand. Aufgrund der gestiegenen Kosten für die Krankenkassen hatte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Möglichkeit für Hausarztverträge gestutzt.
Dieser Beitrag behandelt das Thema Einigung auf Verhandlungen zwischen Hausärzten und Kassen.
Autor: Administrator der Webseite: Private Krankenversicherung am: 14.01.2011
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