Für viele schwerkranke Krebspatienten dürfte die Meldung ein Schock sein. Denn bundesweit fordern Apotheken für bereits bezahlte Medikamente ein nachträgliche...
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Für viele schwerkranke Krebspatienten dürfte die Meldung ein Schock sein. Denn bundesweit fordern Apotheken für bereits bezahlte Medikamente ein nachträgliche Zahlung von bis zu 52.000 Euro. Laut Focus werden derzeit eine Reihe von privat versicherten Krebspatienten, sowie Hinterbliebene von bereits verstorbenen Patienten Aufforderungen für Nachzahlungen von Krebsmedikamenten. Als Begründung gaben die Apotheker "Korrekturen von versehentlich zu geringen alten Rechnungen" an.
Die Nachforderungen wurden vom Verband der privaten Krankenversicherer scharf kritisiert und PKV Pressesprecher Stefan Reker äußerte sich, "Das Verhalten der betroffenen Apotheken sei nicht nur rechtswiedrig, sondern im höchsten Maße als anstandslos zu bezeichnen." Rheinhold Schulte (Vorstandsvorsitzender der Signal Iduna Gruppe) äußerte sich gegenüber FOCUS: "Hier werden unsere Patienten zu unberechtigten Nachforderungen genötigt. Ein derartiges Verhalten gegenüber schwerkranker Patienten werden wir nicht dulden. Wir werden die betroffenen Kunden bei der Auseinandersetzung mit den Apotheken voll unterstützen."
Warum kommt es zu derartigen Nachforderungen durch die Apotheken
Wahrscheinliche Hintergründe für die entstandenen Nachforderungen dürften erhebliche Einbußen sein, welche bei der Herstellung des Medikamentes Zytostatika entstanden sind. So konnten Apotheken bis zum Jahr 2009 fast bis zu 90% auf die Einkaufspreise aufschlagen. Jedoch gab es ab 2009 nur noch einen Preisaufschlag von 70,- Euro und seit Beginn 2011 einen Aufschlag in Höhe von 90,- Euro auf die aktuellen Einkaufspreise. Alle betroffenen Apotheken, welche den Aufschlag von 90 Prozent früher nicht voll ausgenutzt haben, versuchen nun durch diese unberechtigte Aktion, die Differenzbeträge nachzufordern.
Als Begründung für die Nachforderungen gab Peter Eberwein (Verband der zytostatikaherstellenden Apotheker und Apothekerinnen) gegenüber FOCUS an,
"Es hätte ein juristischer Anspruch auf die vollen 90% gegeben und die Apotheker fordern jetzt nach, was Ihnen damals schon zugestanden hätte."
Dieser Beitrag behandelt das Thema Apotheken verlangen Nachzahlung für Medikamente .
Autor: Administrator der Webseite: Private Krankenversicherung am: 16.01.2011
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